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Mein bester Freund wohnt auf der anderen Seite
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"Mein bester Freund wohnt auf der anderen Seite" (Erzählung), broschiert, 30 Seiten, CD mit fünf Liedern aus dem Spannungsfeld der Geschichte.
ISBN 978-3-00-033792-5
Preis: 15,00 Euro
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"Mein bester Freund wohnt auf der anderen Seite" ist die Geschichte von Simon und Ronald, zwei Siebzehnjährigen, die sich auf der Plattform des Berliner Fernsehturms während eines Klassenausflugs kennenlernen und über das Interesse an derselben Musik anfreunden.
Simon wohnt in West-, Ronald in Ostberlin. Ronalds Vater ist Genosse und Mitarbeiter des Magistrats von Berlin, Hauptstadt der DDR, Simons Vater ist Handwerker in Berlin-Kreuzberg.
Wegen seines Vaters darf Ronald keine "Westkontakte" haben. Trotzdem schreibt er einen Brief an Simon, trifft sich heimlich mit ihm in Ostberlin. Es hat Konsequenzen für beide.
"Erst jetzt empfand ich die Stadt als geteilt - weil ich einen Freund auf der anderen Seite hatte. Vorher wusste ich nur, dass es so ist." (Simon)
"Die wollen von mir, dass ich Dich aushorche." (Ronald)
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Der Himmel fiel aus allen Wolken
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Stephan Krawczyk
- Der Himmel fiel aus allen Wolken
Eine deutsch-deutsche Zeitreise
Evangelische Verlagsanstalt Leipzig, August 2009
240 Seiten,
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-374-02709-5
17,80 Euro
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Anfang
1988 werden Stephan Krawczyk und Freya Klier verhaftet
und in den Westen abgeschoben. Was zu dieser Zeit allerdings
noch niemand ahnte: Der Keim für den öffentlichen Widerstand
war gelegt und wuchs unaufhaltsam – bis zum Herbst 1989.
Poetisch erzählt Stephan Krawczyk von seiner Ankunft in Westdeutschland, von
den Überraschungen, die er als gelernter DDR-Bürger, aber auch als Prominenter
dort erlebt, von der freien Welt und der eigenen Freiheit.
Am 2. Dezember 1989
darf Krawczyk zum ersten Mal wieder in die DDR einreisen. Dort beendet er seine
Zeitreise – als ein anderer in einem veränderten Land.
Der literarische Blick des ausgebürgerten Ostdeutschen auf die alte Bundesrepublik
und die Spiegelung einer zerfallenden DDR in der anscheinend makellosen Fassade
des Westens lassen Krawczyks Zeitreise zu einem außergewöhnlichen Bericht über
die jüngere deutsche Geschichte werden.
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Wendedankfest
Gemeinsam lassen der Thüringer Stephan Krawczyk und der Hesse Rainer Hoffmann-Battiston den satirischen Blick weit über den Tellerrand hinaus schweifen. Die Texte von Krawczyk und die Grafiken von Hoffmann-Battiston haben sich - durchaus auch konträr - zu einem wunderbaren Ganzen zusammen gefunden.
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Feurio
Das Buch für den klugen Nachttisch!
"... all die im Wirklichen verborgenen Geschichten, denen keiner mehr groß was zutraut, weil Hollywood einfach mehr Geld für die Augen ausgibt."
Zum Beispiel diese Frau, die im Sommer aus ihrer Wohnungstür tritt und von einem Skifahrer zu Boden geworfen wird oder der Kuß, dem man das ß abgeschlagen und ein gefährliches SS angehängt hat oder die deutsche Variante auf die dreißig verschiedenen Möglichkeiten der Eskimos, weiß zu sagen, oder der schwarze Pantomime am Straßenrand oder die winzigen Computer, die man verschluckt, um in den Himmel zu kommen oder das Alphabet der Kirchenglocken oder die Empörung der Stoffe, als sie plötzlich leben sollten oder die Ohren von Susa oder der Darwinsche Ohrhöcker - all das und noch viel mehr hat Krawczyk zu einem Buch gefügt, das aus einem ganz normalen Nachttisch einen klugen Nachttisch macht.
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Steine hüten
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Stephan Krawczyk - Steine hüten
Roman, ca. 240 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 3-353-01175-7
Leseprobe
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»Alles Unglück kommt davon, daß man sein Zimmer verläßt.« Dieser Aphorismus von Blaise Pascal, den Stephah Krawczyk gelegentlich zitiert, ist wahr, weil er so grundfalsch ist, und dieses Buches kreist darum, wie grundfalsch dieser wahre Satz ist: Krawczyk verläßt sein Zimmer, flaniert durch die Straßen und verbringt in Kneipen lange Nächte. Er fährt die Antennen aller Sinne aus, hört Geschichten, die ihm Zufallsbekannte erzählen. Alles meint in Bewegung zu sein, und wo alles Bewegung ist, bedarf es des archimedischen Punktes, von dem aus sich die Welt ordnen läßt. Den findet der Schriftsteller am Laptop, in seiner Küche, dem Zimmer, wo die Welt in anderer Weise zu Hause ist: in Gestalt der Bücher und geliebter Autoren. Jorge Luis Borges, Elias Canetti, René Char und Montaigne gehören dazu, und manchem lädt Krawczyk Mitschuld an einem mißlungenen Jahrhundert auf: Albert Einstein und Sigmund Freud zum Beispiel.
Einer der Gerechten oder gar Selbstgerechten will Krawczyk nicht sein, wohl aber einer, dem die anderen nicht gleichgültig sind, der den Dialog mit der Wahrheit des Lesers sucht: Ergeben sich Übereinstimmungen,»beginnt in den Sätzen etwas zu leuchten, das nicht verlorengehen will«. Mit seiner Ruhelosigkeit, seinen Geschichten und Reflexionen, die ihm von Tag zu Tag entgegenkommen, die Tiere einbeziehen, die Bäume und das Blau des Himmels, lebt Krawczyk gegen die Oberflächen, mit denen wir uns zu oft begnügen. Ein Wort ergibt das andere für einen, der sehen und hören kann. Wo immer man ins Labyrinth der Texte von Stephan Krawczyk einsteigt, der rote Faden liegt bereit: Unsere Welt ist anders, als sie zu sein scheint.
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Bald
Roman Bald ist ein Arbeitsverweigerer. Statt pünklich ins Kontor zu gehen, wälzt er sich lieber im Bett herum. Oft wird er, am hellichten Tag, schlafend angetroffen, besonders von seinem Schwiegervater, dem Kirchenältesten, der Pflichtbewußtsein wie ein Schwert vor sich her trägt. Roman Bald ist ein zärtlicher Liebhaber. Ein kleiner Stoffelefant wird zum Verbündeten beim Liebesspiel, wenn seine Frau und er sich das Geheimste nicht zu sagen trauen. Roman Bald ist ein verrückter Spinner. Als sein Sohn zur Welt kommt, setzt er sich über alles Entsetzen der Großeltern hinweg und nennt ihn Bela. Roman Bald ist ein Träumer. Wörter sinnstiftend zusammenzufügen ist seine Leidenschaft, und: Bei diesem Wörterspiel, dem Großen Kanon, ist er nicht allein, Grübler wie ihn gibt es überall im Land.
Sie bekommen Wörter per Post, sinnen einsam, treffen sich irgendwann, um gemeinsam die Lösung zu finden.Was sie nicht wisssen: Ihr harmloses Spiel beunruhigt die Obrigkeit. Wörter können zersetzen, sind, undeutbar in Briefen verschickt, bedrohlich. Die Macht duldet nicht Subversives, sie beginnt sich zu wehren. Roman bekommt Besuch, soll etwas unterschreiben, aus dem Spiel wird bitterer Ernst. Roman Bald wird zum Gejagten - und zum Herausforderer. Klein beigeben? Niemals. Als der Große Kanon endlich instrumentalisiert und zu einem Feiertag der Mächtigen geworden ist, wiedersteht nur einer - dieser unmögliche Langschläfer, Faulpelz und Taugenichts, dieser weider borstige Sohn und Schwiegersohn, dessen Vorname in der Roma-Sprache »Mensch« bedeutet.
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DAS IRDISCHE KIND
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Stephan Krawczyk - Das irdische Kind
Roman, ca. 272 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 3-353-01062-9
Leseprobe
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Das Leben immer wieder neu zu erfinden, ist Sache der Dichter. Und zu erzählen, wie es war und ist, erst recht. Stephan Krawczyk macht aus dem Gebot eine Tugend - und erinnert sich an seine frühen Jahre in der thüringischen Provinz. Zwischen Weltwitz und Wünschendorf, wo sich Abraumhalden spitz auftürmen, wo die Bankwitzer Gerberei das Wasser von Auma und Weißer Elster violett und ultarmarin färbt, ist er aufgewachsen. Jetzt befreit er seine Geburtsstadt Weida von den Stricken, die sie an die DDR-Wirklichkeit der fünfziger bis siebzigerJahre fesselte. Nichts verschweigt er, die Bergarbeit im tödlichen Uranerz so wenig wie den Alltag einer schlesischen Flüchtlingsfamilie, die in Weida eine neue Heimat fand. Er erzählt die Geschichten seiner Kindheit und Jugend so, daß sie vor unserer Phantasie bestehen können und unsere Lust befördern, wissen und mitfühlen zu wollen. Wie war es doch gleich: mit Onkel Alfreds offenem Bein, mit dem Vater, der dem kleinen Stephan das Rudern beibringt, den Westpaketen, die manchmal kamen, den Nächten, in denen man, ans Radio gepreßt, Stones und Jimmy Hendrix hörte? Oder die Moritaten, erlebt bei FDJ-Singeklubs, Weltfestspielen, Musterung? Des Autors Erfahrungen decken sich mit denen vieler aus der DDR. Doch der heute Vierzigjährige schreibt keine nostalgische Nähkästchenprosa. Mit Witz und spitzbübischer Ironie gelingt ihm eine derb-leise Ballade vom äußeren Leben in unserer Zeit, in der deutsche Geschichte lebendig bleibt.
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DER NARR
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Der
Narr - Roman
304 Seiten, 12,5 x 20,5 cm
Gebunden m. Schutzumschlag
ISBN 3-85842-547-8
Leseprobe
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Kindermund tut Wahrheit kund, Narrenmund tut Weisheit kund.
Und so erfährt der Leser in Stephan Krawczyks ‚Narrenbuch’
schon zu Beginn einer dieser fundamentalen Weisheiten, die sich
der Narr nicht ausgedacht hat, die aber auf seiner Zunge liegen,
die ihm in den Mund gepurzelt sind und die nun nicht mehr weggehen
– es sei denn, sie werden ausgesprochen:
„Ihr könnt doch nicht auf der einen Seite sagen, der
sozialistische Mensch steht im Mittelpunkt und andererseits behandelt
ihr die Soldaten wie den letzten Dreck. Das würde ja bedeuten,
daß der sozialistische Mensch ein Dreck ist. Genossen, überlegt
doch mal.“
Der Narr in der Armee, die ihre Soldaten wie den letzten Dreck
behandelt. Der Narr, der seine Meinung sagt, auch und vor allem
wenn er nicht gefragt wird. Die Narretei verschachtelt auf mehreren
Ebenen: Der sozialistische Staat, die sozialistische Armee, die
sozialistische Partei.
Derjenige, der das zweifelhafte Glück hatte, solche Erfahrungen
mit dem Helden zu teilen, fühlt sich zurückversetzt
in jene Tage. Sicher, logisch, was der kleine Soldat da sagt.
Aber genauso sicher: Das muss ein Narr sein, wenn er nicht begriffen
hat, dass diese Logik so nicht funktioniert. Aber nichts sagen,
nur weil man begriffen hat? Sich als Nichts-Sager mit den Ja-Sagern
verbünden? Das ist auch nicht die beste Wahl, so hat man
jetzt begriffen. Schon wieder ‚begriffen’? Da wünscht
sich dieser oder jener Leser vielleicht, der ‚kleine Soldat’,
dieser ‚kleine Kandidat’ gewesen zu sein: Ein Schwejk
in graugrüner Uniform.
Die Weisheit des Narren kommt aus seinem Erleben. Da geben sich
kleinere und größere Katastrophen die Klinke in die
Hand. Da trifft er Menschen von diesem oder von jenem Schlag.
Was den literarischen Helden von den meisten seiner Mithelden
wohltuend unterscheidet, ist seine Lebenseinstellung: Es nicht
‚begriffen’ zu haben, es eben nicht schon immer gewusst
zu haben.
Und dieser Eindruck vermittelt sich auch beim Lesen. Der da schreibt,
lässt seinem Helden viel Raum. Raum für dessen eigene
Gedanken. Kein Zwang, aus dem Nachhinein Entwicklungslinien festlegen
zu müssen. Und das bedeutet auch Raum für eigene Gedanken
des Lesers.
Dr. Frank Schenke
Deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts/Komparatistik
TU Chemnitz
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